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Gewerbeschau 2013 - Bericht aus der Schwäbischen Zeitung vom 28.04.2013

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Gründung Gewerbeverein Merklingen 2005

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Neujahrsempfang 2011

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Mit Tempo in die Zukunft

Merklingen.  Der Merklinger Gewerbeverein will mit "Highspeed" in die Zukunft. Im Rahmen
der Hauptversammlung begrüßten die Mitglieder den um ein Jahr verzögerten Start
des schnellen Internets.

Benutzerfreundlich und schnell wollen Gewerbetreibende in Merklingen ins Internet. Deswegen haben
sich insbesondere Martin Fink und Bryan Stoll seit geraumer Zeit um "Highspeed DSL" bemüht. Mit einem
Jahr Verspätung sei es nun so weit, dass die Deutsche Telekom ihr Versprechen zur offiziellen Übergabe
einhalte, erklärte die Vorsitzende des Gewerbevereins, Bianca Baumann, bei der Hauptversammlung am
vergangenen Donnerstag: "Durchaus ein Grund zum Aufatmen." In einem Rückblick auf 2010 erläuterte
sie die Aktivitäten des 38 Mitglieder zählenden Vereins, unter denen auch endlich die Fertigstellung des
Ortsleitsystems zu verbuchen sei. Erfolgreich war unter anderem die Mitwirkung an der Berufsmesse in
Dornstadt sowie die berufliche Weiterbildung für Lkw-Fahrer.

Der Pflichtteil der Versammlung: Rückblick durch Schriftführerin Doris Riegert auf das vergangene Jahr,
der Kassenbericht von Wolfgang Deschenhalm und eine einstimmige Entlastung des kompletten Vorstands.
Kleine Änderungen ergaben die Wahlen: Während Doris Riegert als Schriftführerin und Wolfgang Deschenhalm
als Kassierer bestätigt wurden, gibt Klaus Wörtz sein Amt als Beisitzer an Bryan Stoll ab, Martin Fink übernimmt

den Posten des Beisitzers von Werner Jung. Bleiben Hans Saum, Roland Salzmann, Dieter Mutschler und
Oliver Betz, die als Beisitzer bestätigt wurden.

Bürgermeister Sven Kneipp versprach für die neue Internetseite des Gewerbevereins "heftige Verknüpfung mit der
Gemeindeseite" und betonte die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsvereinigung Nellingen. So werde in
diesem Jahr zum Beispiel die Ausbildungsbörse erstmals in einem gemeinsamen Flyer veröffentlicht.

Zur aktuellen Situation der "Daimler Teststrecke" erklärte Kneipp, dass das Projekt nicht nur Nellingen und Merklingen
betreffe, sondern die gesamte Region. Letztlich liege die Entscheidung jedoch bei den Grundstückseigentümern. Im
Merklinger Gremium gebe es aber "keine Entscheidung über eine Deadline" und Stellungnahmen aus der Gemeinde
seien noch immer "unbedingt erwünscht". Martin Fink erklärte, er sei noch zu keiner abschließenden Aussage fähig
und wies darauf hin, dass "ein solches Projekt heute eigentlich nicht mehr realisiert werden kann, weil es ein enormer
Eingriff in die innere Befindlichkeit der Bevölkerung" sei. Fraglich wäre, ob die Leerflächen innerhalb des Testareals
zur Nutzung durch die Bevölkerung offen blieben oder für Testfahrten dringend benötigt würden. "Wir können und wollen
hier diese abgegrenzte und abgetrennte Fläche nicht ertragen", bekundete Fink am Ende aber doch. Den
"Riesenflächenverbrauch" bedauerte auch Kneipp, fügte aberhinzu: "Ich sehe auch eine Chance - nur nicht auf Teufel
komm raus." Zu den nächsten Aktivitäten des Vereins zählt die Beteiligung am historischen Dorffest mit einer
Schuhmacherwerkstatt im Stadl des Tiroler Bauers. Ansonsten schauen die Mitglieder bereits
ins Jahr 2013, in dem ein Tag der offenen Tür stattfinden soll: Hierzu wird ein Ausschuss gegründet,
der sich rechtzeitig um den Ablauf der Veranstaltung kümmern soll.

Quelle: Südwest Presse 07.05.2011, Brigitte Scheiffele

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Merklinger mit schnellem Internet


Merklingen.  Mit einem Jahr Verspätung erfolgte die offizielle Übergabe der neuen
DSL-Breitbandanschlüsse durch die Telekom an die Gemeinde Merklingen.
Jetzt ist sogar die Verknüpfung Fernsehen und Internet nah.

"Der Vertragsabschluss war vor 738 Tagen. Nun ist es vollbracht", sagte Bürgermeister Sven Kneipp
bei der offiziellen Übergabe der brandneuen DSL-Breitbandanschlüsse durch die Deutsche Telekom
am vergangenen Freitag. Ab sofort steht in Merklingen DSL mit 16 000 Kilobite pro Sekunde Leistung
zur Verfügung. 140 Kunden sind bereits aufgeschaltet. Sobald die Gemeinde Merklingen versorgt ist,
sollen die Arbeiten für die Teilgemeinde Widderstall mit einer Leistung von 2000 Kilobite pro Sekunde
folgen. Hier liegt derzeit die Übertragungszeit bei 375 Kilobite pro Sekunde.

Verbunden mit Kneipps Freude über die Fertigstellung war auch ein deutlicher Hinweis auf die schleppende
Vertragsumsetzung seitens der Telekom und die in letzter Zeit mit viel Ärger verbundenen Anfragen durch

die Vertragskunden in Merklingen. Doch das Warten habe sich letztlich gelohnt, betonte Kneipp, denn die
Grundidee für eine schnelle Internetnutzung sei nun sogar übertroffen worden: "Hier wurde mit allerneuester
Technik die Basis dafür geschaffen, dass wir auf eine Übertragung bis zu 50 000 Kilobite pro Sekunde gehen
können." Im Fachjargon: Infotainment wird möglich. E-Mails und Internet könnten damit über den heimischen
Fernseher "ganz nebenher" laufen.

Rückblick: Schon im August 2008 bemühte sich Martin Fink um erste Gespräche mit der Telekom wegen
eines schnelleren Internetanschlusses. "Es schien mir leichter in der Gemeinschaft, deswegen schlug
ich diese Idee im Gewerbeverein vor", blickte Fink zurück. Auch andere Firmen hätten daraufhin ihr Interesse
signalisiert, wobei im Dorf laut Fink über eine "utopische Vision" gesprochen wurde. Glücklicherweise fand sich im
damaligen Bürgermeister Günter Stolz ein engagierter Mitstreiter, mit dem nach einer kabelgebundenen Lösung
gesucht wurde. "Den ersten Knebelvertrag der Telekom aus Bonn haben wir überarbeitet und für die neuere Technik
auch eine Wartezeit in Kauf genommen", sagt Fink.

Weihnachten 2010 erfolgten noch Krisengespräche mit Telekom mit klarer Ansage im Kampf gegen theoretische
Versprechungen zu Drahtkämpfen in der Praxis. "Der Gewerbeverein hat die Vorreiterrolle übernommen, Hartnäckigkeit
bewiesen und immer nach kreativen Lösungen gesucht", bemerkte Kneipp. "Jetzt ist DSL nur ein Zwischenstopp und es
wird sogar noch weiter gehen. Das Fundament dafür ist gelegt." Zur ersten Informationsveranstaltung seien damals lediglich
elf interessierte Bürger gekommen, heute würde das schnelle Internet alle in den Bann ziehen.

Peter Bohnacker, Breitbandbeauftragter der Deutschen Telekom, bemerkte: "Das Merklinger Netz war
historisch und völlig quer verschaltet. Damit war DSL nicht möglich. Der Knoten musste gelöst und eine
neue Infrastruktur aufgebaut werden." Die Kette der Montageschritte sei nicht planbar gewesen.
1200 Meter Kupferkabel wurden neu verlegt, Tiefbauarbeiten vorgenommen, ein Outdoorgehäuse" sei in
der Siemensstraße entstanden, ebenso das neue klimatisierte Häuschen in der Lindenstraße, in dem nun
"das Fräulein vom Amt" ihren Platz gefunden hat. Von diesem Linienverzweiger" aus werden die Gebiete versorgt.
Auch Neubaugebiete dürfe die Gemeinde erschließen: "Alles kann versorgt werden", sagt Bohnacker.

Allein Kurt Rehm hat als Techniker über 1000 Montagestunden geleistet, auch im Winter bei Eiseskälte unter der Erde.
"Dieses Projekt ist eine bundesweite Besonderheit und die Lösungsvariante war nur durch Hartnäckigkeit erreichbar",
meinte Bohnacker.

Info Die Telefonnummer für alle, die noch DSL in Merklingen bestellen wollen: 0731/10081532

Quelle: Südwest Presse 09.05.11, Brigitte Scheiffele

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Schnelles Internet kommt nach drei Jahren

DSL in Merklingen kann nach langer Vorlaufzeit freigeschaltet werden

MERKLINGEN / cm 738 Tage nach Vertragsunterzeichnung zwischen Gewerbeverein und Telekom ist das
schnelle Internet in Merklingen jetzt freigeschaltet worden. Im kleinen Rahmen wurde von Mitgliedern des
Gewerbevereins, der Gemeindeverwaltung und der Telekom-Netzproduktion der symbolische Knopf gedrückt,
der den Anschluss an das Glasfasernetz darstellte.

Täglich werden zwischen 40 und 50 Anschlüsse im Ortsgebiet Merklingen mit maximal 16 000 KB freigeschaltet,
bisher waren 140 freigeschaltet. Auch der „Widderstall“ soll vom Glasfasernetz profitieren. Statt seither knapp
375 KB können auch die Bewohner des Weilers ab sofort über gut 2000 KB verfügen, eine Verbesserung,
die sich deutlich bemerkbar machen wird.

„Das Projekt wird ganz schöne Auswirkungen haben und bietet faszinierende neue Nutzungsmöglichkeiten“,
betonte Bürgermeister Sven Kneipp. „Das Warten hat sich gelohnt.“ Bereits im August 2008 hatte Martin Fink
das Thema DSL losgetreten, damals gab es noch keinerlei Förderprogramme und so mussten kreative Lösungen her.
Der Gewerbeverein unter damaliger Leitung von Fink übernahm die Vorreiterrolle und suchte gemeinsam mit Bürgermeister
Günter Stolz nach einer guten Lösung vor Ort. An der ersten Infoveranstaltung 2008 hatten gerade einmal elf Interessierte
teilgenommen. „Seither hat sich die Lage stark gewandelt, die Verhandlungen haben alle Bürger in ihren Bann gezogen, so dass
sogar die geplante Ansiedlung der Firma Daimler in den Hintergrund getreten ist“, so Kneipp.

Einig war man sich von Anfang an, dass eine kabelgebundene Lösung anzustreben sei. Man einigte sich auch darauf, eine
Wartezeit von zehn bis zwölf Monaten in Kauf zu nehmen, um dann über die neueste Technologie zu verfügen.
2010 war der Baubeginn.

„Dieses Projekt hat bundesweit seine Einzigartigkeit“, betonte auch Peter Bohnacker von der Telekom. Die beispielhafte
Motivation und die Unterstützung durch die Gemeinde sowie eine außerordentliche Beteiligung aus der Bürgerschaft
führten dazu, dass eine gut fünf Kilometer lange neue Glasfaserverbindung von Nellingen aus verlegt werden konnte.
1200 Meter Kupferkabel wurden verlegt, Tiefbauarbeiten in der Siemensstraße durchgeführt und das Outdoorgehäuse

erstellt. Zudem ist im Ortskern eine Multifunktionskabine entstanden, die eine Ausnahmegenehmigung aus Bonn nötig machte.
Netz musste umgebaut werden

Das Netzwerk in Merklingen war zuvor historisch entstanden, etliche Telefonkunden waren mehrmals quergeschaltet.
„Es war nicht möglich den Knoten mit der vorhandenen Infrastruktur zu lösen“, so Bohnacker. Sukzessive wurde das
Netz umgeschaltet und umgebaut. Es sei vorher nicht genau planbar gewesen wie mühsam es sich gestalten sollte.
„Es war eine richtige Herausforderung mit einem Arbeitseinsatz von über 1000 Montagestunden.“

Quelle: Schwäbische Zeitung, 08.05.11, Claudia Meindl

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Merklinger starten mit Tempo in die Zukunft

Beim Gewerbeverein Merklingen drehte sich viel um das schnelle DSL, aber es ging auch um die Daimler-Pläne
Bei den turnusgemäßen Wahlen zur Jahreshauptversammlung des Merklinger Gewerbevereins wurden Schriftführerin Doris Riegert, Kassierer Wolfgang Deschenhalm, sowie die Beisitzer Hans Saum, Roland Salzmann, Dieter Mutschler und Oliver Betz in ihren Ämtern bestätigt, Bryan Stoll ersetzt Klaus Wörtz, Martin Fink den ausscheidenden Werner Jung. Die Vorsitzende Bianca Baumann und ihr Stellvertreter Paul-Georg Baumann werden in zwei Jahren durch das rollierende Vorstandssystem wechseln. Als Wahlleiter fungierte Bürgermeister Sven Kneipp.
Bei den turnusgemäßen Wahlen zur Jahreshauptversammlung des Merklinger Gewerbevereins wurden Schriftführerin Doris Riegert, Kassierer Wolfgang Deschenhalm, sowie die Beisitzer Hans Saum, Roland Salzmann, Dieter Mutschler und Oliver Betz in ihren Ämtern be (Foto: cm)

MERKLINGEN / cm „Gerade für die Gewerbetreibenden ist die Freischaltung des schnellen Internets ein enormer Fortschritt“, betonte Bianca Baumann als Vorsitzende des Merklinger Gewerbevereins in ihrer Begrüßung zur Jahreshauptversammlung. Besondere Anerkennung zollte Baumann den beiden Haupt-initatoren Bryan Stoll und Martin Fink, die als ihre Vorgänger im Amt des Vorsitzenden gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung noch unter Bürgermeister Günter Stolz die Funkeinrichtung des DSL-Anschlusses in Merklingen in Angriff genommen hatten. Wie berichtet, ist mittlerweile das schnelle DSL nach langer Vorlaufzeit in Merklingen freigeschaltet.

2010 hatte der Verein seine Satzung geändert und zwar dahingehend, dass Vorsitz und Stellvertretung nun auf drei Jahre gewählt werden, nicht rotierend jedes Jahr ein Wechsel ansteht. Gerade im Zeichen der Kontinuität sei eine mehrjährige Amtszeit wünschenswert.

Zwei Neue im Ausschuss

Daher standen in diesem Jahr lediglich Schriftführer und Kassierer nach der Entlastung der Vorstandschaft durch Bürgermeister Sven Kneipp zur Wahl. Doris Riegert und Kassierer Wolfgang Deschenhalm wurden ohne Gegenkandidaten einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Ebenso die Beisitzer Hans Saum, Roland Salzmann, Dieter Mutschler und Oliver Betz. Klaus Wörtz und Werner Jung schieden aus zeitlichen Gründen aus dem Ausschuss aus und wurden durch Bryan Stoll und Martin Fink ersetzt.

Eine weitere Verknüpfung der beiden Homepages empfand Kneipp als wünschenswert, nachdem der Gewerbeverein seit kurzem eine neue, modernere Internetdomaine sein Eigen nennt. Stefan Appenzeller stellte die Plattform kurz vor.

2011 werden Merklingen und Nellingen eine gemeinsame Ausbildungsplatzbörse erstellen und einen Flyer ausarbeiten. „Ich danke allen, die wieder einen Ausbildungsplatz zur Verfügung gestellt haben, jeder nach seinen Möglichkeiten“, betonte Kneipp. Man wolle alle Arbeitsplätze zusammenfügen und so den potenziellen Azubis eine breitere Vielfalt zur Verfügung stellen. Im Rahmen der 1150-Jahr-Feier wird sich der Gewerbeverein mit einer Schuhmacherwerkstatt im Stadel des „Tirolerbauern“ beteiligen, für 2013 plant der Gewerbeverein einen „Tag der offenen Tür“, dessen Planung relativ zeitnah begonnen werden solle.

In einem kurzen Statement ging Kneipp auch auf die geplante Ansiedlung des Technologie- und Prüfzentrums der Firma Daimler in Merklingen und Nellingen ein. „Das weitere Verfahren hängt nun von den Eigentümern ab“, so Kneipp. Gemeinderat und Verwaltung seien für jede Anregung dankbar, auch der Gewerbeverein könne zum Thema beitragen und auch positive Aspekte mit in die Waagschale werfen. „Bringen sie ihr KnowHow mit ein, um das Beste für unseren Ort herauszuholen, egal wie das Thema letztendlich ausgeht“, appellierte Kneipp an die Gewerbetreibenden.

Pläne sind „Horrorszenario“

Fink bezeichnete sich in diesem Punkt als „derzeit meinungslos“. „Ich denke, die Öffentlichkeitsarbeit der Betroffenen in den Medien heizt die Stimmung an.“ Das Mammutgelände sei in der derzeitigen Stimmungslage nicht realisierbar, es störe massiv die Befindlichkeiten. Fink bezeichnete den aktuellen Planungsstand „irgendwie als Horrorszenario“. Im Gelände sollen riesige Leerflächen, Todflächen entstehen, würde man die Bevölkerung mehr mitnehmen und das Gelände offen lassen, gäbe es vermutlich deutlich weniger Widerstand. „Dann stellen sich die Bürger sicherlich weniger gegen das Projekt, wenn der Zugang zum Areal gegeben ist.“

Auch Kneipp sah den enormen Flächenverbrauch, aber auch Chancen für die Region. „Allerdings nicht auf Teufel komm raus“. Es gelte einzuschreiten, bevor sich die Fronten verhärten.

(Erschienen: 09.05.2011 11:20, Claudia Meindl, Schwäbische Zeitung)